De nigge Moibäum

Wann de Winter is vüeboi,
de Kuckuck doit den oisten Schroi,
de Alldagsaboit lätt us froi,
dann foier woi den Oisten Moi.

Wann de Sunne däglik stigt,
de Natur sik an't Blöggen giwt,
dat Duistere den Hellen wicht,
dann hiät dat Froihjauher soin Gewicht.

Dann wi woi de Aboit woihen.
Se behoihen mäut in Bild un Toihen.
Oinen Dag moll ganisc däun.
De Muße sall dann soin de Läuhn.

Unnern Moibäum mit Kranz un Bännern,
lät vieles täum Gurren sik veännern.
Könnt mit Musik un Gesank,
usen Duope giewen niggen Glanz.

Seo wünske woi des Häerguods Siägen
in usen Liawen un Vedriägen.
Müge alldoit Glück un Friehern soin,
in dat nigge Jauherdiusend roin.

Frögge woi us alle drupp,
alletoit oin gutt "Glückupp".

Der Maibaum

Wenn der Winter ist vorbei, 
der Kukuk tut den ersten Schrei, 
die Alltagsarbeit läst uns frei, 
dann feiern wir den 1 Mai

Wenn die Sonne täglich steigt, 
die Natur sich in voller Blüte zeigt, 
das Dunkel allem Hellen weicht, 
dann hat der Frühling uns erreicht.

Am 1. Mai woll'n wir der Arbeit weichen;
sie betrachten nur in Bild und Zeichen; 
von ihr genüßlich auszuruh`n, 
und der Muße genüge tun`n.

Unterm Maibaum mit Kranz und Bändern,
läßt vieles zum Guten sich verändern.
Läßt mit Musik und mit Gesang, 
dem Dorf verleihen neuen Glanz

Wünschen wir, - der Herrgott mög`s geben -
in unserem Zusammenleben,
möge allzeit Glück und Frieden sein, 
bis in das nächste Jahrtausend hinein.

Hoffen und freuen wir uns darauf, 
unserm Maibaum ein frohes ,,Glückauf“.

[Josef Schulte, Störmede]

 

Bildschirmauflösung 1024x768 - Getestet und optimiert für Explorer 5.x, Opera 4.x und Netscape 6.x mit Java- und Flash-Plugin